HS-Hundesportzubehör
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Hundewelpen

„Kleine Gebrauchsanweisung eines Hundewelpen“

 

1. Impfungen

Entsprechend dem aktuellsten Stand der Wissenschaft empfiehlt die Ständige Impfkommission folgendes Impfschema:

 

  • im Alter von 6 Wochen Impfung gegen Parvovirose und ggf. Staupe

 

  • im Alter von 8 Wochen Impfung gegen Parvovirose, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten

 

  • im Alter von 12 Wochen Impfung gegen Parvovirose, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut („große Impfung“)

 

  • im Alter von 16 Wochen eine Wiederholung der „großen Impfung“

 

  • im Alter von 15 Monaten eine Wiederholung der „großen Impfung“

 

Diese Impfungen in ihrer Gesamtheit stellen die Grundimmunisierung dar. Nach abgeschlossener Grundimmunisierung folgt die sogenannte jährliche Boosterung, also die Wiederholungsimpfung. Sollte der Termin für eine Wiederholungsimpfung vom Tierhalter versehentlich einmal um einige Monate versäumt werden, so ist dann keine erneute Grundimmunisierung notwendig. Eine einzige Boosterung reicht dann jedoch aus.

Die Impfung gegen Borreliose ist sehr umstritten: Aufgrund der Komplexität der Krankheit und dem geringen Wissensstand der Forschung darüber und über die entsprechende Impfung, ist bis jetzt nicht bekannt, welche ungewollten Auswirkungen die Impfung haben kann. Von daher gilt: Der sicherste Schutz vor Borreliose ist ein zuverlässiger Zeckenschutz!

 

 

 

2. EU-Heimtierausweis

Seit dem 01.10.2004 ist der EU-Heimtierausweis für Tiere verpflichtend, die ins Ausland reisen. Neben der Eintrag und der entsprechend für das Land vorgeschriebenen Impfungen werden hier weitere Eintragungen je nach Vorgabe eingetragen. Weiterhin darf der EU-Pass nur für die Tiere ausgestellt werden die gekennzeichnet sind (Tätowierung, Mikrochip).

  

 

3. Kennzeichnung

Gerade beim Hund, der uns fast überall hin begleitet, ist eine Kennzeichnung

des Tieres sehr sinnvoll: Sollte der Hund Abhandenkommen, sei es durch ein Weglaufen oder Diebstahl, ist anhand der Kennzeichnung eine Identifizierung möglich. Als Kennzeichnung bietet sich einmal die Tätowierung im Ohr oder im Innenschenkel an. Diese Kennungen, die tätowiert werden sind allerdings nicht genormt, so dass es leicht passieren kann, dass mehrere Tiere die gleiche Kennung tragen. Außerdem sind Tätowierungen erfahrungsgemäß beim Hund nach einigen Jahren schlecht bis gar nicht mehr lesbar. So oder so wird die Identifizierung des Tieres erschwert bis unmöglich.

Seit einigen Jahren gibt es daher die Möglichkeit, Tiere mittels Mikrochip zu kennzeichnen. Ihr Hund trägt dann an der linken Halsseite einen DIN-genormten Mikrochip unter der Haut, durch den das Tier weltweit identifiziert werden kann.

Das Lesesystem funktioniert nach dem System der Scanner-Kassen. Die Daten Ihres Hundes sowie Ihre als Besitzer sind bei einer internationalen Datenbank registriert, so dass Sie benachrichtigt werden, sollte jemand Ihr Tier auffinden. Sie erhalten von dieser Datenbank eine Art Personalausweis für den Hund als Nachweis der Identität. Gesetzt wird der Chip mittels Spritze unter die Haut. Eine Narkose wie bei der Tätowierung wird hier nicht notwendig.

 

Achtung: Es gibt bei den Mikrochips erhebliche Qualitätsunterschiede. Lediglich 2 Hersteller bieten Chips an, die nicht die Implantationsstelle verlassen können (Antimigrationsschutz). Leider verwenden viele Züchter aus Kostengründen qualitativ minderwertige Chips, die man schlechtesten Falls quasi an der Schwanzspitze wieder auffinden und dann operativ entfernt werden muss.

 

 4. Entwurmung

Entwurmungsplan für Hunde
Im Allgemeinen sollten erwachsene Hunde regelmäßig 4 mal jährlich entwurmt werden.
Die Entwurmung des Hundes ist keine vorbeugende Maßnahme sondern eine Behandlung gegen den im Moment vorliegenden Wurmbefall beim Hund.
Die Abweichungen der Entwurmungszeiten in den jeweiligen Entwicklungsstadien des Hundes entnehmen Sie bitte dem Entwurmungsplan.
Sinnvoll ist es sich die Entwurmungstermine für den Hund in den Kalender zu schreiben, denn von vielen Würmern die den Hund befallen können, gehen auch Gefahren für den Menschen aus.

Entwurmungsplan für saugende Welpen
- ab der 2. Lebenswoche der Welpen 1x wöchentlich bis zur 8. Lebenswoche der Welpen. Entwurmung gegen Spul- und Hakenwürmer (Banminth)

Entwurmungsplan für Welpen
- ab der 8. Lebenswoche der Welpen alle 2 Wochen
- in der 12. Lebenswoche der Welpen - Entwurmung gegen Rundwürmer/
Bandwürmer (Tablette: Drontal Plus).

Entwurmungsplan für Junghunde
- ab dem 3 Lebensmonat des Junghundes alle 4 Wochen den Hund entwurmen
- ab dem 6 Lebensmonat des Junghundes alle 2 Monate den Hund entwurmen
             - Entwurmung gegen Rundwürmer und Bandwürmer

Entwurmungsplan für erwachsene Hunde
- ab 12 Monate den Hund alle 3 Monate entwurmen
- ca. 14 Tage vor einer Impfung
- sinnvoll nach dem Fressen von einem Nagetier

- Entwurmung gegen Rundwürmer und Bandwürmer

Sind Kinder im Hause, sollten die Abstände auch zukünftig keinesfalls größer gewählt werden, da bestimmte Wurmstadien auch auf den Menschen als Fehlwirt übertragbar sind. Kinder sind dort eher gefährdet als Erwachsene, da sie dem Hund oft näher kommen als wir Erwachsenen.

Für die zukünftigen Entwurmungen ab 1 Jahr Lebensalter ohne Kinder im Hause empfiehlt es sich, zumindest alle halbe Jahre und dann gegen alle Würmer (Drontal Plus) zu entwurmen.

Häufiger entwurmt werden als hier empfohlen werden muss, wenn Sie Würmer im Kot oder am After gesehen haben, Ihr Hund leidenschaftlich gerne Mäuse frisst oder Flöhe hatte. Die beiden letzten Tiere sind nämlich Überträger des Bandwurmes.

 

 5. Ektoparasiten

Zu den für den Hund wichtigen Ektoparasiten zählen primär Flöhe, Zecken und Ohrmilben.

Sinnvoll ist es, zur Flohhund Zeckensaison (jährlich mindestens von März-Oktober, durch unsere milden Winter ist Februar – November noch besser) den Hund unter eine Parasitenprophylaxe zu stellen.

Insbesondere der Zeckenschutz ist in dieser Zeit in der Vorbeuge gegen eine Borreliose-Infektion unerlässlich.

 

Für die Parasitenprophylaxe gibt es verschiedene Medikamente. Zu empfehlen ist hier das Präparat Frontline oder Ex-Spot.

Bei dem Wirkstoff und der Wirkungsweise dieser Produkte haben Sie einerseits eine große Wirksamkeit gegen die Parasiten und gleichzeitig keine Belastung des Hundes oder der Familie durch Nebenwirkungen.

Wer gerne ein Zeckenhalsband möchte, sollte sich das Scalibor-Collar besorgen. Das ist aus Erfahrungsberichten von Sportskollegen zu empfehlen. Ich selbst tendiere zu den zuvor genannten Produkten, da wir mit unseren Hunden intensiv zusammen leben und ich nicht permanent Kontakt mit dem Zeckenhalsband haben möchte.

Keinesfalls sollten Sie auf Parasitenmittel aus dem Zoofachhandel oder aus dem Supermarkt zurückgreifen. In der Regel helfen diese Präparate nur dem, der sie verkauft hat.

Eine weitere gute Variante sind die Canipur-Knobletten von Vetripharm, diese werden bequem unters Futter gemischt und zeigen ebenfalls eine hervorragende Wirkung. Zu finden in meinem Shop. Canipur Vetripharm-Knobletten

 

Eine Prophylaxe gegen Ohrmilben gibt es nicht. Bei der jährlichen Impfung schaut man dem Hund zur Kontrolle immer in die Ohren. Sollten Sie aber beobachten, dass sich der Hund vermehrt an den Ohren kratzt, dann sollte das Tier beim Tierarzt vorgestellt werden, denn der Hund könnte sich bei einem anderen oder einer Katze angesteckt haben.

 

 

6. Ernährung

Eine gute Ernährung Ihres Hundes ist der Grundstein für sein Leben und seine Gesundheit. Darum ist es sinnvoll, gerade in seiner Entwicklung zum erwachsenen Hund, genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Wachstumsphase einzugehen. Je nach Größe des ausgewachsenen Hundes stellen sich hier unterschiedliche Ansprüche an das Futter.

Grundsätzlich gilt jedoch gerade in der Aufzucht ein sogenanntes „Premiumfuttermittel“ zu verwenden. Außerdem sollte gerade bei großwüchsigen Rassen rechtzeitig der Eiweiß- und Energiegehalt zurückgenommen werden, damit der Welpe nicht zu schnell wächst. Die Devise bei der Aufzucht eines Welpen lautet sowieso, das Tier eher „großhungern“ zu lassen, als ihm einen pummeligen Welpenbauch anzufüttern. Das heißt nicht, dass Ihr Hund Hunger leiden soll, sondern, dass jegliches Übergewicht sowieso- aber erst recht im Wachstum- zu vermeiden ist.

 

 

 

7. Fütterung

Ihr Welpe sollte drei bis vier Mahlzeiten am Tag bekommen. Das Trockenfutter wird mit Wasser versehen.

Frisches Wasser sollte dem Hund immer zur Verfügung stehen.

 

Im Alter von 5-6 Monaten können Sie langsam dazu übergehen, die Anzahl der Mahlzeiten auf zwei zu reduzieren. Sinnvoll ist auch, einen Teil der täglichen Ration als Leckerchen „abzuzweigen“ und dem Hund als Belohnung für erbrachte Leistung zu geben.

 

Die Menge des Futters pro Tag richtet sich einerseits nach den Herstellerangaben, andererseits nach Ihrem Hund. Ist Ihr Hund sehr aktiv und bewegt sich viel mit Ihnen, braucht er etwas mehr an Futter. Andernfalls bekommt er weniger.

 

Außerdem kommt es darauf an, ob Ihr Hund ein guter oder schlechter Futterverwerter ist. Gute Futterverwerter brauchen weniger, schlechte mehr. Diese Grundsätze gelten auch für die Zukunft des Hundes. Um festzustellen, ob ein Hund zu dick ist, empfiehlt sich der Griff über die Rippen und Rippenbogen. Rippen und Rippenbogen müssen immer gut zu fühlen sein.

 

 

8. Geschlechtstrieb

Je nach Rasse kann man bei einem Rüden mit etwa 6 Monaten damit rechnen, dass dieser in die Pubertät kommt.

Dafür gibt es verschiedenen Anzeichen: Er hebt zum Urinabatz das Bein, markiert, bekommt Interesse an den „Hunde-Mädels“ und wird etwas „stur“ im Umgang mit seinem Besitzer. Die bereits gut eingeübten und bisher ebenso gut befolgten Kommandos werden plötzlich vom Hund ignoriert, es schleichen sich wieder kleine Unarten ein, die man schon längst behoben glaubte. Wie in unserer eigenen Spezies auch versucht der Pubertierende in dieser Zeit nochmals seine Grenzen auszutesten und sich in der Welt der Erwachsenen einzuordnen. Der Entwicklungsabschnitt der Pubertät beim Rüden ist vollkommen normal, kann jedoch wiederrum rasseabhängig unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

 

Bei der Hündin gilt ähnliches.

 

 

9. Grundsätze der Erziehung

Es gelten für das Leben und den Umgang mit einem Hund folgende Grundsätze:

 

  • Je besser ein Hund erzogen ist, desto mehr Freiheiten hat er und desto artgerechter kann er leben.

 

Um das zu erreichen gilt:

  1. Sie müssen vom ersten Tag an mit der Erziehung beginnen und das von Ihrem Hund fordern, was er auch in Zukunft machen oder lassen soll. Wichtigste Voraussetzung dazu ist:

 

  1. Absolute Konsequenz. Einem Hund kann man Inkonsequenz nicht erklären wie     z. B. einem Kind.

 

Um die Erziehung erfolgreich zu gestalten, sollten Sie folgende Erkenntnisse der Hundepsychologie berücksichtigen:

 

Unerwünschtes Verhalten löscht man durch Ignorieren,

erwünschtes Verhalten wird positiv bestätigt

und somit verstärkt.

 

Die Alternative zum Ignorieren von unerwünschtem Verhalten ist die negative Bestätigung, also die Strafe.

Strafe bedeutet jedoch nicht Schläge, eine eindeutige Körpersprache.

Zu bedenken ist, wie die Bezeichnung „negative Bestätigung“ schon sagt, dass die negative Reaktion auch eine Bestätigung ist. Das heißt, der Hund erfährt für sein Fehlverhalten Ihre Aufmerksamkeit.

Aber was ist schlimmer als eine negative Kritik? – Gar keine, denn dann ist man „out“ und es macht keinen Spaß mehr, sein Verhalten fortzuführen.

 

Noch einige Punkte zum Umgang mit dem Hund draußen: Grundsätzlich sollte man seinen Welpen ohne Leine laufen zu lassen, da somit seine Bindung zu Ihnen größer wird.

Natürlich bitte nicht an der Autobahn oder anderen Hauptverkehrsstraßen, etc...!

Sollte sich Ihr Hund zu weit von Ihnen entfernen, machen Sie sich zum „Kasper“: Hüpfen Sie herum, wedeln mit Ihren Armen (wahlweise mit seinem Spielzeug etc.). Hier ist die Devise: Sie müssen sich interessanter machen als das, wofür sich der Welpe gerade interessiert.

Bei allem Freilauf muss Ihr Hund aber auch das Gehen an der Leine lernen. An die Leine führen Sie den Welpen behutsam heran. Anfangs geht der Hund nur kurze Zeit an der Leine bzw. hat die Leine dran. Sein Halsband kennt er schon recht gut, gegen die Leine wird er sich erst einmal sträuben. Wichtig ist aber, dass nach der Gewöhnung an die Leine, Sie mit dem Hund spazieren gehen und nicht anders herum: Zieht Ihr Hund Sie an der Leine in eine Richtung, bleiben sie stehen, drehen sich um und gehen ein paar Schritte rückwärts oder in die andere Richtung. Dadurch lernt der Hund, dass er durch Ziehen niemals dorthin kommt, wo er hin möchte. Das gilt auch für den Freilauf: Entfernt sich der Hund zu weit aus dem für Sie akzeptablen Radius, drehen Sie um und gehen weg und lassen ihn damit alleine.

 

Ein Spielen mit einem oder mehreren, fremden Hunden während des Spazierganges, möchte ich gar nicht und unterbinde es noch bevor mein Hundewelpe den anderen freilaufenden Hund erspäht. Dies hat den Vorteil, dass mein später erwachsener Hund nicht zu anderen Hunden lauften will, weil sie, durch das erlernte Verhalten als Welpe, ein Leben lang neutral bleiben. Dieses anerzogene Verhalten führt natürlich zu einem entspannten Spazierengehen mit dem Junghund bis ins hohe Alter hinein.

 

Soweit Einige wenige wichtige Erziehungstipps. Andere Leute haben darüber dicke Bücher (siehe Literaturempfehlungen) geschrieben, so dass es nicht möglich ist, alles wirklich Wichtige auf diese Zeilen zu begrenzen.

 

Bei Fragen oder Problemen jeglicher Art mit Ihrem Hund, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

In Zukunft sollten Sie dann auch mit Ihrem Hund Begleithundeübungen in einer Hundeschule oder einem Verein durchführen, da es wie gesagt sehr wichtig ist, in der zivilisierten Welt einen gut erzogenen Hund zu haben.

 

 

10. Hundesteuer

Als Hundehalter sind Sie verpflichtet, für Ihren Hund Hundesteuer zu bezahlen. Die Höhe der Hundesteuer schwankt je nach Gemeinde zwischen 15 - 120 Euro jährlich. Bitte wenden Sie sich innerhalb von 2 Wochen nach dem Kauf des Hundes beim Ordnungsamt, Abteilung Abgaben, dort Abteilung Hundesteuer zwecks Anmeldung Ihres Hundes.

 

 

11. Versicherung

Jeder Hund, egal ob groß oder klein, sollte unbedingt eine Hundehaftpflichtversicherung haben. Ist Ihr Hund nicht versichert, so können Sie zwar die zerfressene Sofadecke beim Nachbarn noch aus eigener Tasche bezahlen, doch die Massenkarambolage auf der Straße vorm Haus wird Ihr Budget sicherlich übersteigen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Versicherer und erfragen dort seine Konditionen für Hundehaftpflichtversicherungen. Einige Anbieter machen auch die Eingliederung dieser Versicherung in die private Haftpflicht oder Pferdehaftpflicht möglich. Auf jeden Fall lohnt sich ein Preisvergleich, da es Schwankungen in den jährlichen Beiträgen, die zwischen 50 - 100 Euro liegen, gibt.

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